von G. Barylli

In jener Nacht versprachen wir einander das einzige, was Sinn hat, einander zu versprechen.

Wir versprachen einander, den anderen sein zu lassen, wie er ist.

Wir versprachen, einander in Heiterkeit und Neugier zu begleiten.

Wir versprachen, einander allein gehen zu lassen, wenn der andere das brauchen sollte.

Und wir versprachen einander der Gemeinsamkeit die Dankbarkeit entgegenzubringen, die sie verdient.

Wir versprachen einander, uns zu helfen, alle Steine aus dem Weg zu räumen, die den Fluß unserer Herzen behinderten.

Wir versprachen einander, uns in dem Raum zu treffen, in dem unsere Herzen – und nur unsere Herzen – zusammenfinden wollen.

Als all das so zum ersten Mal gesagt und gefühlt war, lachte der Weltgeist voller Heiterkeit auf,
und dann breiteten wir unsere Flügel aus und schwebten hoch und flogen weit, weit hinaus in die unendlichen Räume des Weltenraumes, den man die Seele nennt.

WER LIEBT, DEM WACHSEN FLÜGEL.

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