In Russland haben die Trauzeugen in der Regel noch mehr Verpflichtungen als in Deutschland. Eine Aufagbe der Trauzeugin der Braut ist das sogenannte Swadba Wikup, das Freikaufen der Braut am Hochzeitsmorgen.

Bei Swadba Wikup wird die Braut vor der Hochzeit (swadba) von zu Hause abgeholt und vom Bräutigam “erkauft”. Dabei muss der junge Mann verschiedene Aufgaben erledigen, z.B. anhand verschiedener Abdrücke die Lippen seiner Braut erkennen, oder Fragen beantworten wie: Was verbindet die Braut mit Größe 38 (ihre Schuhgröße)? Wann hat die Schwiegermutter Geburtstag?

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Sollten der Bräutigam und sein Trauzeuge, der tatkräftig helfen darf, eine Frage falsch beantworten müssen sie  Geld bezahlen. Und so bewegt sich der zukünftige Ehemann langsam zur seiner zukünftigen Frau vor, bis er sie erreicht und mit ihr gemeinsam zum Standesamt oder Kirche fahren kann. Bei der Swadba Wikup wird in der Regel schon ordentlich vorgefeiert.